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Gebackene Champignons und Blumenkohl mit würzigem Miso-Dip

Gebackene Champignons und Blumenkohl
26. April 2022

Geil, geiler, gebackenes Gemüse

Panierte Champignons bzw. Gemüse begleiten mich schon fast mein Leben lang und es gibt wenig, worüber ich mich in einem Restaurant mehr freue, als wenn ich das auf einer Speisekarte entdecke. Leider, oder inzwischen auch zum Glück, gibt es eher selten Restaurants, welche frittiertes Gemüse als Vorspeise anbieten, denn oftmals werden diese Dinge mit Ei paniert, was ich aktuell nicht so gut vertrage und somit auch nicht vegan ist. Aber dafür kann man das ja zuhause ganz einfach selber und ohne Ei machen!
Gebackene Champignons und Blumenkohl

Keine Fritteuse? Kein Problem

Auch wenn du keine Fritteuse hast, kannst du diese leckeren panierten Gemüseteilchen ganz einfach selber machen. Eine hohe Pfanne oder ein Topf reichen. (Frittier-)Öl rein, richtig erhitzen und schon kann‘s losgehen.

Traditionell gibt es panierte Pilze bzw. Gemüse meist mit Kräuterquark oder Tzatziki. Wenn du das auch gerne isst, kannst du dies sehr einfach beispielsweise mit veganer Crême Vega von Dr. Oetker und entsprechenden Kräutern und Knoblauch ersetzen oder du probierst es mal anders, so wie in meinem heutigen Rezept, mehr in die asiatische Richtung mit einem Miso-Dip. Da es in die asiatische Richtung geht, habe ich die Panade zum Teil mit Paniermehl und zum anderen Teil mit Pankomehl gemacht. Du kannst aber auch nur Paniermehl verwenden.

5 Fakten über Miso:

    • Miso oder Miso-Paste wird auch die braune Butter Japans genannt und ist eine typische Zutat der japanischen Küche. Ursprünglich stammt Miso jedoch aus China, denn die Chinesen bereiteten schon im Jahr 500 vor Christus als Erste eine ganz ähnliche Paste aus Sojabohnen zu, die sogenannte Chiang. Nach Japan führten buddhistische Mönche das Rezept erst im 7. Jahrhundert ein. Allerdings waren es tatsächlich die Japaner, die im Lauf der Jahrhunderte durch Verfeinerungen und Variationen das bis heute bekannte Miso entwickelten.
    • Es handelt sich dabei um eine rein pflanzliche, fermentierte und sehr würzige Paste aus Soja. Neben den Hauptbestandteilen Sojabohnen und Wasser ist Koji (= Ferment) eine wichtige Zutat.
    • Nicht nur in Japan gilt Miso als ausgesprochen gesund. Das liegt zum Einen daran, dass es reichlich Proteine liefert. Zum Anderen enthält traditionell hergestelltes Miso auch Milchsäurebakterien und zahlreiche andere Stoffe, die eine besonders positive Wirkung auf den Magen und Darm haben. Die bei der Gärung freigesetzten Enzyme regen zusätzlich die Bildung von Magensäften und ganz allgemein die Verdauung an. In der Paste sind außerdem zahlreiche Mikronährstoffe enthalten, wie Kupfer, Mangan, Vitamin K und Zink.
    • Da Miso in der Regel ziemlich zäh ist, ist es am besten es vor dem Verwenden als Gewürz in etwas heißem Wasser aufzulösen. Tipp: Die Miso-Paste nicht kochen lassen, denn dabei werden die gesunden Bakterien, die bei der Fermentation entstanden sind, abgetötet.
    • Miso gibt es in verschiedenen Variationen und lässt sich folgendermaßen unterteilen:
      • Mugi Miso wird mit Gerste hergestellt. Es hat einen weniger fremdartigen Geschmack und passt auch gut zu europäischen Gerichten.
      • Hatcho Miso ist ausschließlich aus Sojabohnen und zwei bis drei Jahre gereift. Sie schmeckt sehr kräftig und würzig.
      • Shiro Miso hat eine sehr helle Farbe. Man stellt es mit Reis und Sojabohnen her und lässt es nur etwa drei Monate reifen, sodass es besonders mild und süßlich schmeckt.
frittiertes Gemüse

Gebackene Champignons und Blumenkohl

Portionen 4 Portionen

Zutaten
  

  • 400 g Champignons
  • 1 kleiner Blumenkohl
  • Mehl
  • veganer Eiersatz für 3 Eier
  • 100 g Panko und Paniermehl gemischt
  • Öl zum Frittieren etwa 1 Liter
  • 1 Prise Salz

für den Dip:

  • 1 EL Misopaste
  • 50 ml Wasser
  • 1 TL Sake optional
  • 1 EL Mirin
  • 1 TL Zucker
  • Saft von 1/4 Zitrone
  • scharfe Chilisauce nach Geschmack

Zubereitung
 

  • Für den Dip alle Zutaten verrühren. Gegebenenfalls etwas Wasser zusätzlich hinzufügen, sodass eine dickflüßige Sauce entsteht.
  • Die Champignons putzen und halbieren bzw. vierteln, den Blumenkohl in mundgerechte Röschen schneiden. Anschließend in Mehl, dann in Ei-Ersatz und dann in der Panko-Paniermehlmischung wälzen. Sie sollten gleichmäßig umhüllt sein.
  • Gebe das Öl in eine tiefe, weite Pfanne. Es sollte maximal halbhoch darin stehen. Erhitze es auf 180°C. Gebe nun nach und nach vorsichtig die panierten Gemüsestücke ins Öl. Frittiere die Gemüsestücke so lange, bis sie goldbraun sind.
  • Hebe die Stücke mit einer Schaumkelle aus dem Öl und lasse sie auf Küchenpapier abtropfen. Anschließend mit der würzigen Misosauce servieren.
Frittierte Champignons und Blumenkohl
Läuft dir auch sofort das Wasser im Mund zusammen, wenn du “gebackenes Gemüse” hörst?
Was würdest du am liebsten in die Fritteuse werfen?

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